
Piacentinische Verwaltungsreform
Die Herrscher von Piacenza regierten einen Staat, der durch Vetternwirtschaft aufgebaut worden war und durch eine ungewöhnliche Kombination aus militärischer Rücksichtslosigkeit und administrativer Klugheit der Herrscherfamilie zusammengehalten wurde, wobei sich gerade letztere Eigenschaft als beständiger erwies. Um auf dieser Stärke aufzubauen, reformieren wir unserer Finanz- und Verwaltungsinstitutionen und wenden die Praktiken der effizientesten italienischen Staaten auf ein Gebiet an, auf dem viel zu lange eher schiere Autorität als ein kluges institutionelles Prozedere den Ton angab. Diese Riforma Amministrativa belohnt unsere fähigsten Untertanen mit Beförderungen, die auf Kompetenz statt auf Beziehungen beruhen, und bindet unser Bürgertum an die Effizienz eines Staates, dessen Steuererhebung nunmehr jene begünstigt, die den Wohlstand überhaupt erst schaffen, anstatt die zu bevorteilen, die diesen Wohlstand nur aus fremden Händen an sich reißen.
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