
Seidenstraße der Morea
Die peloponnesische Seidenindustrie, lange ein Eckpfeiler der örtliche Wirtschaft, erfuhr im 17. Jahrhundert eine massive, staatlich gelenkte Expansion, um die wachsenden militärischen Ambitionen des Despotats zu finanzieren. Indem die Despoten venezianische Meisterweber und genuesische Färber einluden, sich in der Hauptstadt Mystras anzusiedeln, brachen sie das fremdländische Monopol auf die Verarbeitung luxuriöser Stoffe. Zugleich stellten sie sicher, dass die gesamte Wertschöpfungskette – vom Maulbeerbaumanbau bis zum fertigen Brokat – innerhalb der griechischen Grenzen verbleibt. Dieser Wirtschaftsprotektionismus macht die Morea zu einem wichtigen Zentrum der Seidenherstellung, das die Nachfrage in Sachen Luxus der europäischen Aufklärung mit den Rohstoffen des Ostens zusammenbringt. Der sich daraus ergebende Anstieg der Zölle und Handelsabgaben versorgt die Staatskasse mit den nötigen Einnahmen, um eine moderne Bürokratie und ein stehendes Heer zu unterhalten, ohne die Bauernschaft übermäßig zu belasten.
HandelskammerFortschrittrequires
MoreaLandpotentialFortschrittsbaum
Modifikatoren
Stoff-Ausstoß+10%
Feinstoff-Ausstoß+10%

