
Vorrang der Kirche
Der Westfälische Frieden schluss uns aus der Fürstendiplomatie aus, doch er klärte nicht die Frage, wer innerhalb jedes katholischen Königreichs für die katholische Kirche spricht. Diese Frage wird nun von jenen, die die Kirche zu einem Organ der Krone machen wollen, mit äußerster Dringlichkeit vorangetrieben. Unser Vorrang vor den Bischöfen Frankreichs, Deutschlands und Österreichs darf keine bloße Formalität sein, sondern muss in Glaubens- und Kirchenfragen uneingeschränkt gelten. Daher verurteilen wir die Lehren des Gallikanismus und fordern von allen Geistlichen, Rechenschaft abzulegen und ihre nationale Treue nicht über die Autorität Roms zu stellen. Diese Bekräftigung des ausschließlichen Rechts des Papstes, die katholische Lehre zu definieren, bringt unentschlossene Kirchen wieder zurück unter die Orthodoxie des Heiligen Stuhls und stellt den stetigen Fluss des Zehnten und jener kirchlichen Einkünfte wieder her, die Staatsoberhäupter so gewillt in ihre eigenen Taschen fließen ließen.
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